Was gibt es schöneres, als einen Tag mit Freunden zu verbringen!

Am Sonntag, dem 24. Januar, hielt Tu Bischwat Einzug – der 15. des jüdischen Monats Schwat. Der Tag, der als Neujahrsfest von Bäumen und Pflanzen gefeiert wird, markiert das Ende der Regen- und den Anfang der Pflanzzeit in Israel. Es ist Brauch, an diesem Feiertag Früchte zu essen, mit denen Israel gesegnet ist: Oliven, Datteln, Trauben, Feigen und Granatäpfel.

Anlässlich dieses besonderen jüdischen Feiertages haben sich in der Synagoge nicht nur unsere Gemeindemitglieder, sondern auch eine Delegation aus Düsseldorf zusammengefunden. Das Programm wurde mit einem Buffet von unserem verehrten Rabbiner Jefim mit einer Dvar Thora zum Thema der Wertigkeit von Segensprüchen und der Differenzierung der Segensprüche auf Obst und Gemüse eingeleitet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bekamen sowohl einen kulinarischen als auch einen geistig-spirituellen Hochgenuss. Während sich die Erwachsenen in einer sehr angenehmen, gelassenen Runde austauschten, spielten die Kinder und freuten sich, dass sie gemeinsam Zeit verbringen konnten.

Nach dem vorzüglichen Buffet mit unter anderem verschiedenen Früchten lud der Rabiner alle zum Nachmittagsgebet ein. Im Anschluss daran versammelten die Jugendzentrumsleiter Aaron und Nadin Boruchov alle Jugendlichen, um den nächsten Programmpunkt zu beginnen: Planet Laser Tag. Dreißig Jugendliche versammelten sich pünktlich in der Vorhalle vor dem Parcours mit großer Vorfreude darauf, Spaß zu haben und Zeit miteinander zu verbringen. Bevor es richtig losgehen konnte, bekamen alle eine Anleitung, wie das Spiel funktioniert. Es wurde erklärt, dass „Laser Tag“ nach dem Spielprinzip von „Räuber und Gendarm“ aufgebaut sei, mit der zusätzlichen Erschwernis, nebenbei bestimmte Aufgaben lösen zu müssen. Als Hilfsmittel stand jedem Spieler ein ungefährlicher pistolenähnlicher Infrarotsignalgeber zur Verfügung.

Nachdem die Regeln erklärt waren, wurden zwei Gruppen nach dem Zufallsprinzip gebildet. Freunde konnten sich in gegnerischen Mannschaften befinden. In dieser Konstellation war man gezwungen, auf die zuzugehen und mit denen zu sprechen, die sich in derselben Mannschaft befanden wie man selbst. So geschah es, dass man auf einmal mit fremden Jugendlichen in Kontakt trat und neue Freundschaften schloss, denn nun war man ja in einer Mannschaft. Als man die dunkle Arena betrat, konnte der Spaß beginnen. Jeder rannte umher, kooperierte mit seinen Kameraden, versteckte sich und versuchte so viele Punkte wie möglich zu sammeln, indem man verschiedene Aufgaben löste. Nach 15 Minuten gab es immer eine kleine Pause, in der man Kraft tanken und nebenbei anschauen konnte, wie gut man im Vergleich zu den anderen war. Im Vordergrund standen der Spaß und natürlich die neugewonnen Freunde. Dieser Tag war sehr erlebnisreich, es wurde dreimal à 15 Minuten gerannt, geschwitzt und es wurden viele Emotionen durchlebt. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag mit alten und neugewonnen Freunden.

Für dieses tolle Erlebnis möchte ich den Jugendzentrumleitern und der Gemeinde danken.

Alexander Sawaljanow