Das langerwartete Treffen

Der Präsident des Weltkongresses der bucharischen Juden Lew Lewaew mit Ehefrau, der Präsident des Kongresses der bucharischen Juden Russlands, der GUS-Staaten und von Moskau Jakow Lewiew und der stellvertretende Präsident des internationalen Kongresses der bucharischen Juden Schlomo Peles erstatteten dem Zentrum der bucharischen Juden Deutschlands in Hannover einen Besuch.

Vertreter des Gemeinderates machten den bekannten Geschäftsmann und Mäzen mit dem Leben der Gemeinde bekannt.

Diese Visite wurde zu einem wichtigen Ereignis. In Begleitung von Vertretern des Gemeinderates besichtigte Lewaew die Synagoge und die Räumlichkeiten und ließ sich die Geschichte über die Gründung und Entwicklung des hannoverschen Zentrums erzählen.

Der Ratsvorsitzende Michail Dawidow begrüßte den Gast im Namen der Gemeinde. „Wir freuen uns, Sie recht herzlich in unserem Hause zu begrüßen. In unserem Werden haben wir einen weiten und schweren Weg zurückgelegt, und dass Sie heute hier sind, bedeutet uns sehr viel. Es ist uns eine Ehre, Sie hier zu empfangen, und wir hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft besuchen werden.“ Im Laufe einer Führung durch das Areal der Gemeinde beantwortetetn die Gastgeber Fragen, erzählten von den aktuellen Aktivitäten und den Visionen.

Die Gäste besuchten die Synagoge, die Räume des Frauenclubs, die Sonntagsschule, wo sie sich mit Schülern fotografieren ließen, den Jugendclub, das Mädchenprojekt Hatikva und vieles mehr. Die Ratsmitglieder weihten sie in die nähere Zukunft ein und erzählten von den bereits ausgearbeiteten Plänen für die Einrichtung eines Kindergartens und einer Mikwe.

„Wir sind froh und fühlen uns geehrt, so einen Besuch bekommen zu haben“, so der Ratsvorsitzende Michail Krebs. „Für uns ist es ein Zeichen, dass wir an Kraft und Bedeutung gewinnen. Denn dieses Gebäude haben wir praktisch von null aufgebaut. Heute haben wir 5 Tausend Quadratmeter und können die Gemeinde zu einem richtigen Zentrum für alle bucharischen Juden Deutschlands ausbauen. Wir haben viel erreicht, und ich freue mich, Freunde zu haben, die uns unterstützen.“

„Im Namen der Gemeinde möchte ich sagen, dass wir geehrt sind, so einen Menschen wie Sie zu kennen“, sagte Ratsmitglied Juchanan Motaew in seiner Begrüßungsrede. „Dank Ihnen, Ihrem Namen und Ihren Taten erfährt die Welt über bucharische Juden.“

Lew Lewaew trat in der Synagoge vor die ganze Gemeinde. „In diesem wichtigen Moment, in dem ich hier stehe, frage ich mich, was ich den Menschen sagen soll, denen ich Gutes wünsche. Zuallererst möchte ich bemerken, dass ich erstaunt bin darüber, was ich hier heute sah: Ihre Synagoge und alles hier von Ihnen Geleistete. Wie es allen bekannt ist, kann ein Mensch allein nichts erreichen. Wir haben beispielsweise den Weltkongress der bucharischen Juden ins Leben gerufen. Ich bestand immer darauf, viele Mitglieder aufzunehmen. Es ist sehr wichtig, die Unterstützung von anderen zu spüren, sich als Partner zu fühlen. Hier bei Ihnen sehe ich, dass Sie dieses Gefühl von Partnerschaft haben und pflegen. Sie halten zusammen, und jeder hilft, wie er nur kann.

Es ist auch bekannt, dass Religion und Glaube einem nicht vererbt werden. Dazu muss jeder selber kommen. Vor uns steht eine große Aufgabe: die Kinder richtig erziehen. Dazu sind die Gemeinden auch da: um bei der Erziehung zu helfen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, und wir werden Ihnen helfen und Sie unterstützen. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin eine erfolgreiche Entwicklung, damit Sie andere Gemeinden würden unterstützen können.“ Zum Schluss des Treffens dankte der Ratsvorsitzende Michail Dawidow den Gästen und äußerte seine Hoffnung auf weitere enge Zusammenarbeit und häufiges produktives Zusammenkommen.