Bericht über den Besuch der Synagoge des Jüdisch-Bucharisch-Sephardischen Zentrums in Hannover

am 16.05.17
mit dem 4. Jahrgang der GS Henning-von-Tresckow in Hannover.

Im Rahmen des Projekts „Die großen Fragen des Lebens – in den Religionen Sinn und Antwort finden“ besuchte ich mit Kindern des 4. Jahrgangs der UNESCO-Projektschule GS Henning-von-Tresckow eine katholische Kirche, eine Moschee sowie die Synagoge des Jüdisch-Bucharisch-Sephardischen Zentrums. Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler bestand überwiegend aus Kindern mit christlichem und muslimischem Hintergrund sowie Kindern ohne religiöse Zughörigkeit.

Unser Besuch hat sowohl bei den Kindern als auch bei den begleitenden Erwachsenen einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Gleich der freundliche Empfang durch Frau Inna Mezhevova weckte gespannte Erwartung. Diese wurde noch gesteigert durch die aufmerksame Versorgung von uns Gästen vor der eigentlichen Führung mit selbstgebackenem Kuchen, Getränken und schön arrangierten Obsttellern. Gespannt lauschten wir während des Verzehrs den einführenden Worten des Herrn Michael Krebs, des gewandten und charmanten Sprechers der Gemeinde, der auch die nachfolgende, für Kinder und Erwachsene äußerst interessante und informative Führung durch die Synagoge leitete. Besonders die Fähigkeit von Herrn Krebs, sich auf die kindlichen Besucher, ihre Beobachtungen und Fragen ebenso wie auf die begleitenden Erwachsenen einzulassen und unserer Gruppe ein herzlich-engagierter, zugewandter und äußerst sachkundiger Gesprächspartner zu sein, hat den Besuch für uns alle ein Gewinn sein lassen.

Hervorheben möchte ich auch besonders auch die interreligiöse Kompetenz während der zweistündigen Führung, die christliche und muslimische Aspekte behutsam mit einbezog. Ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler äußerten sich am Ende sehr angetan und bedauerten, dass der Besuch schon ein Ende gefunden hatte. Kinder, Lehrerinnen und Begleiter fühlten sich von Anfang bis Ende wohl und willkommen.

Insgesamt war der Besuch für die gesamte Besuchergruppe eine tiefe und ermutigende Erfahrung, die einmal mehr gezeigt hat, wie fruchtbringend die direkte Begegnung und der direkte Austausch im interreligiösen Dialog ist.

Ich danke den Mitgliedern des Jüdisch-Bucharisch-Sephardischen Zentrums vielmals für ihre großzügige und herzliche Gastfreundschaft, ihre Offenheit, die Vermittlung v on bedeutenden Aspekten jüdischen Lebens sowie den ebenso intensiven wie respektvoll-wertschätzenden Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen.

Einige Auszüge aus den Rückmeldungen der Kinder:
Es war alles sehr schön und die Leute waren alle sehr nett zu uns. Der Mann (Herr Krebs) konnte gut erklären. Ich habe sehr viel gelernt. DANKE!! (Shiloh, 10 Jahre)
Die Gastfreundschaft war richtig gut! Mir hat die ganze Führung sehr gut gefallen. Ich habe viele interessante Sachen über das Judentum gehört. Manches habe ich noch nicht verstanden. Ich glaube, ich würde da sehr gerne noch mal hingehen. (Lara, 10 Jahre)
Mir hat es sehr gut in der Synagoge gefallen. Es war spannend, Herrn Krebs zuzuhören. Für mich war sehr viel neu. Ich habe Fragen gestellt, und er hat mir alles beantwortet. Das Essen am Anfang hat mir auch richtig gut geschmeckt! Und die Leute waren alle sehr nett. (Jonas, 11 Jahre)
Die Synagoge sah sehr, sehr schön aus! Ich fand es sehr interessant, selber in der Synagoge zu sein und nicht nur Arbeitsblätter zu bekommen. (Maja, 11 Jahre)
Mir hat gefallen, dass auch in der Synagoge an die Toten gedacht wird. Ich finde das wichtig. (Gabriel, 11 Jahre)
Ich fand alles super und die Leute sehr nett!!! (Houssam, 11 Jahre)