Religionen laden ein

13. Februar 2018
In unserer Stadt leben Menschen fast aller Religionen und Konfessionen. Das interreligiöse Zentrum "Haus der Religionen Hannover" führt eine Aktion "Religionen laden ein". Bei jeder Veranstaltung dieser Reihe können Sie sich mit Vertretern einer der religiösen Organisationen der Stadt treffen, diese zeigen einem das Gebäude ihrer Gemeinde und erzählen über die religiösen Zeremonien ihrer Gemeinde.

Am Dienstag dem 13. Februar wurde ein Besuch in der jüdisch-bucharisch-sephardischen Gemeinde Hannovers organisiert, die das spirituelle und organisatorische Zentrum für alle Juden aus Zentralasien, die auf dem Territorium Deutschlands leben, ist. Das Treffen und die Führung wurde von Inna Mezhevova und Michael Krebs vorbereitet und moderiert.

"Wir sind eine lebendige orthodoxe Gemeinde, die durch Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion gegründet wurde", erklärt Michael Krebs, Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Gemeinde. Am Tisch mit Süßigkeiten und Früchten lauschten die Gäste seiner Erzählung über die Geschichte der Gründung der Gemeinde und der Ausstattung der Synagoge. Sie interessierten sich besonders für die Entstehungsgeschichte der ethno-religiösen Gruppe der Bukhara-Juden und den Unterschied in ihren religiösen Ritualen.

Einen großen Eindruck auf die Teilnehmer der Führung machte die Synagoge, die im antiken östlichen Stil eingerichtet wurde. In der Innenarchitektur überwiegt die blaue Farbe , die in der hebräischen Symbolik den Himmel verkörpert, zu dem Gebete erhoben werden. Dies ist die erste sogenannte "blaue" Synagoge in Europa. Nach dem Ende der Führung stellten die Meeting-Teilnehmer viele Fragen, auf die ausführliche Antworten gegeben wurden.

Text und Fotos: Maria Drozdetskaya