Chanukka: ein Feiertag eines Wunders und der Sieg des Guten über das Böse

20. Dezember 2017
Chanukka erinnert an die Ereignisse, die im 2. Jahrhundert v. Chr. im Nahen Osten unter der Herrschaft des Königs von Syrien, Antiochus Epiphanes, stattfanden. Auf Ländern, einschließlich des Territoriums des modernen Israel, die Hellenisierung der nichtgriechischen Bevölkerung ist besonders stark geworden. Tora und die Einhaltung aller jüdischen Gesetze wurden verboten. Jüdische Aufständische unter der Führung von Yehuda Maccabi (Makkabäer) befreiten 164 v. Chr. Jerusalem. Für die Weihe des Tempels nach der Entweihung der Heiden wurde die erleuchtete Menora benötigt. Aber das Öl reichte nur für einen Tag.

Und es gab ein Wunder: Das Feuer brennt alle acht Tage, die für die Herstellung und Lieferung eines neuen Öl's benötigt wurden.

Zur Erinnerung dieses wunderbaren Ereignis zünden die Juden jedes Jahr an Chanukka acht Kerze Lampen für 8 Tage in ihren Häusern an.

Die Chanukka-Feier in der jüdischen Bukharisch-Sephardischen Gemeinde von Hannover begann mit einer Aufführung von Sonntagsschüler. Es gab Gedichte, Chanukka-Lieder, Musikstücke, die von einem jungen Pianisten aufgeführt wurden.

Eine Theateraufführung über die Abenteuer von einem Krapfen. Es war ein Puppenspiel mit der Beteiligung von kleinen Schauspielern. Sie erzählten dem Krapfen vom Chanukka-Fest. Am eindrucksvollsten war der Moment, als die Lichter ausgingen und die Kinder mit brennenden Kerzen herauskamen. Dann zündeten sie eine kleine Chanukka-Lampe an.

Nach der Aufführung wurden den Darstellern Geschenke und Auszeichnungen überreicht und mit süßen Krapfen belohnt. Ein Konzert wurde von Sonntagsschullehrern in der Gemeinde vorbereitet (die Leiterin des Kinderchors Anna Glynskaya und die Leiterin des Theaterstudios Natalia Ivanova). In der Aufführung nahm die Schauspielerin des Hannover Amateurtheater "Versionen und Varianten" Nina Liverts teil.

Nach dem Konzert gingen alle in den Hof hinaus, wo der feierliche Teil des Feiertages begann. Es wurde von dem Ehrenvorsitzenden der Gemeinschaft Michail Davidov geöffnet. Dann erzählte der Kantor Ari Malaev die Geschichte der Chanukka-Feier. Der Vorsitzender der Gemeinde Yuhanan Motaev und sein stellvertretender Vorsitzende Michael Krebs fassten die Ergebnisse zusammen und bestimmten die Entwicklungsperspektiven der Gemeinde. Außer Vorsprechern nahmen die Vorstandsmitglieder Ruben Motaev und Ewer Motaev an der Zeremonie der Beleuchtung der festlichen Chanukkia (Achtkerze) teil.

Für Kinder wurden sorgfältig Spiele und Geschenke vorbereitet. Auch die mit Süßigkeiten gefüllte Kreisels, als Erinnerung an die Chanukka Dreidl. Es war möglich, den improvisierten Chanukkia zu schmücken: bunte Abdrücke ihrer Hände auf dem Stand hinterlassen, oder zum Andenken in Form einer Chanukka-Kerze mit farbenfrohem Tantamaresque fotografiert zu werden.

Am Ende des Fests wurden die Gäste an einen Tisch zu einem traditionellem jüdischem Essen eingeladen. Hauptgericht der Chanukka ist Sufganiyot (ein rundes Teiggebäck mit Konfitürenfüllung, in viel Öl zubereitet). In diesem Jahr waren sie ungewöhnlich aromatisch: mit Fleisch und süßen Füllungen. Das Wort Chanukka bedeutet übersetzt "Heiligung", "Einweihung".

Es ist eine Feier des Sieges des Lichts über die Dunkelheit. In unserer Gemeinde gab die Feier den Teilnehmern eine fröhliche Stimmung und ein zauberhaftes Gefühl.

«Makkabäer», Künstler Wojciech Stattler, 1842 (Nationalmuseum in Krakau)
Text und Fotos: Maria Drozdetskaya