Pessach, das Fest der Freiheit.

30. März 2018
Am 30. März wurde das Pessach im hannoverschen Jüdisch-Bucharisch-Sefardischen Zentrum gefeiert. Dieser Fest beginnt am vierzehnten Tag des Frühlingsmonats Nisan und dauert 8 Tage. Die ersten zwei und die letzten zwei von denen sind vollwertige Ferien und freie Tage. Das Pessachfest ist ein Fest zum Gedenken an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung des jüdischen Volkes von der vierhundertjährigen Sklaverei.

Das zentrale Ereigniss des Festеs ist der Seder . Die Umsetzung des Seder ist sorgfältig geregelt und besteht aus vielen Ereignissen. In dieser Nacht sollten die Juden die Pessach-Haggada lesen, die über den Auszug aus Ägypten berichtet, und das Pessachmal in Übereinstimmung mit der Tradition halten.

So war es auch in unserer Gemeinde. Am Ende des Gebets erwarteten uns und die Gäste eine festliche Tafel ; mit Wein, Gemüse, Meerrettich, Eiern, sowie eine süße Mischung aus geriebenen Früchten und gemahlenen Nüssen und handgefertigte Matze waren zu sehen.

Rabbi Yafim Aminov nahm an der Feier von Pessach in der Gemeinde zusammen mit seiner zahlreichen Familie teil. Er hielt den Seder und erklärte die Bedeutung jener rituellen Handlungen . Er erzählte die Pascha-Paraben l, die er aus dem Munde einer der reichsten Juden Wiens gehört hat. Als Kind war dieser in einem Konzentrationslager und traf sich mit einem Rabbiner. Dieser Rabbiner lehrte ihn, wie wichtig das Gebot ist, Matzen zum Pessach zu essen. "Diese Mizwa ist mehr wert als der gesamte materielle Reichtum unserer Welt" - so beendete er seine Geschichte.

"Für jeden Juden ist nicht nur seine Spiritualität wichtig , sondern auch sein Lebensstil , fuhr der Vorsitzende der Gemeinde Yuri Motaev in seiner Rede fort. Er erinnerte an die Schwierigkeiten der älteren Generation, bezüglich der Einhaltung der Pessachtraditionen. " Wir hatten weder an Pessach Süßigkeiten noch andere heute selbstverständliche Lebensmittel und Getränke , nur Nüsse und Trockenfrüchte. Und eben diese Schwierigkeiten gaben uns jedoch nur noch mehr Kraft und brachte uns in diesen Momenenten ein besonderes Gefühl von hoher Bedeutung."

Die Feier hielt bis spät in die Nacht an. Es gab viele freundliche Worte und Wünsche. Pessach ist einer der wunderbarsten und hellsten Tage, das Fest des Frühlings und der Freiheit.

Text und Fotos: Maria Drozdetskaya