Purim ist der glücklichste Feiertag des Jahres.

28. Februar 2018
Purim wird am 14. Adar des jüdischen Kalender gefeiert. Es ist das Fest, das an die Rettung der Juden vor der Gefahr der Vernichtung erinnert . Dies geschah in Persien vor etwa 2500 Jahren während der Herrschaft von König Ahashverone (historisch: Xerxes). Zu dieser Zeit wurde das nationale Selbstbewußtsein des jüdischen Volkes wie nie zuvor degradiert. Der Jerusalemer Tempel wurde zerstört, die Juden wurden von den Eroberern besiegt und lebten fast 70 Jahre lang in fremden Ländern.

Der Name wurde von dem Wort "pur", dem Los, abgeleitet. Mit Hilfe des Loses bestimmte Haman, der Wesir von König Ahasveros, den Tag, an dem beschlossen wurde, alle persischen Juden zu vernichten. Haman war ein Nachkomme des Stammes Amaleks, der Juden hasste. Aber die Königin Esther konnte mit Hilfe ihres Verwandten Mordechai den König dazu bringen, Hamans Dekret zu ändern. Der heimtückische Plan von Haman wurde aufgedeckt und er wurde an einem Galgen aufgehängt, der für den Juden Mordechai vorbereitet war. Seine Ohren wurden als eine militärische Trophäe abgeschnitten.

Am Vorabend des Feiertages fand die erste Lesung der Esther Schriftrolle (Megillat Esther) in unserer Gemeinschaft statt. Nach alter Überlieferung wurde die Erinnerung an Amalek bei jeder Erwähnung des Namens Haman durch den Lärm der Ratschen/Grager übertönt.

Das Jugendzentrum der Gemeinde bereitete für den Feiertag ein Stück über Esther, Mordechai und ihre Heldentat vor, die das jüdische Volk retteten. Der Chor der Sonntagsschule unter der Leitung von Anna Glynska und die Teilnehmer des Theaterstudios zusammen mit ihrer Leiterin Natalia Ivanova nahmen an dem Konzert teil. Mit festlichen Grüßen begrüßten der Vorsitzende der Gemeinde Yuhanan Motayev, der Ehrenvorsitzende Michail Dawydow und der Kantor Ari Malayev. In Karnevalskostümen verkleideten sich sowohl Erwachsene als auch Kinder. Viele freuen sich, ihr festliches Bild mit Hilfe eines professionellen Visagistin zu ergänzen. Die Kinder waren begeistert von den Wundern und Witzen vom eingeladenen Clown.

Am Ende des Konzertes wurden alle zu einem festlichen Tisch eingeladen, welches liebevoll unter der Leitung der Küchenchefin Ljudmila Motayeva vorbereitet. Alles war schmackhaft: Es gab Salate, Obst, Gebäck und natürlich Hamantaschen. Das ist ein dreieckiges Gebäckstück mit einer süßen Füllung, auch als " Hamans Ohren " bekannt.

Das Fest des Purim symbolisiert den Sieg des Mutes, der Freundlichkeit und der Liebe über Neid. In diesem Jahr ist es unserer Gemeinschaft wie immer gelungen, eine fröhliche Atmosphäre dieses Festes zu schaffen und diesen süßen Geschmack des Sieges zu fühlen.

"Ahasveros and Haman at the Feast of Esther", Rembrandt Harmenszoon van Rijn 1660, Staatliches Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin, Moskau (Photo: Google Art Project)
Fotos: Maria Drozdetskaya