Tu BiShvat - ein Fest der Bäume.

4. Februar 2018

Am Sonntag, dem 4. Februar, feierte die jüdische bucharisch-sephardische Gemeinde von Hannover Tu BiShvat. Dieser Feiertag wird auch Neujahr der Bäume (Rosh Hashanah La'Ilanot) genannt und man feiert ihn am 15. Tag des Monats Shvat vom jüdischen Kalender.

Die Wahl des Datums hat den Hintergrund, dass die größte Menge an Niederschlag in Israel vor dem 15. des Shvat ausfällt, und man dann mit dem Anpflanzen von Bäumen beginnt. Dieser Tag legt eine Grenze fest, anhand welcher man das Alter eines Baumes und seiner Früchte bestimmen kann. Es wird angenommen, dass wenn der Baum noch nicht drei Jahre alt ist, seine Früchte für die Nahrung ungeeignet sind.

In Übereinstimmung mit der Tradition und Gesetzgebung des alten Israel wurde jedes Jahr ein Zehnt als Steuer von der Ernte gezahlt. Früchte die nach diesem Feiertag reif werden, zählen bereits als Bestandteil des nächsten Jahres und gehen somit in den Zehnt des nächsten Jahres .

Die Feier von Tu BiShvat in unserer Gemeinde begann mit einer Vorstellung, die von Schülern der Sonntagsschule vorbereitet wurde. Unter der Leitung von Natalia Ivanova wurde die Geschichte eines kleinen Mandelbaums und lebendiger Getreide, Trauben, Datteln vorgeführt.

Es ist üblich, Pflanzen am Tu BiShvat zu säen. Es wurden Gladiolen vorbereitet, an deren Einpflanzung sowohl Erwachsene als auch Kinder teilnahmen. Alle Teilnehmer nahmen eine kleine Erinnerung des heutigen Festes mit - eine Blume in einem Topf.

Der Vorsitzende der Gemeinde Yuhanan Motaev gratulierte der Sonntagsschulleiterin Iryna Daychman herzlich zu ihrem Geburtstag. Am Tag zuvor feierte sie ihren Jubiläum. Herr Motaev dankte ihr für ihre Professionalität und verantwortliche Einstellung zur ihrer Arbeit. Irina arbeitet in der Sonntagsschule der Gemeinde schon seit 15 Jahren. Lehrer, Schüler und ihre Eltern schlossen sich den Glückwünschen an.

Danach wurden Gäste und Teilnehmer des Festes zu einem festlichen Essen eingeladen. Trauben, Datteln, Feigen und köstliches Gebäck zierten traditionell den Tisch. Die Feier war ein Erfolg!

Text und Fotos: Maria Drozdetskaya