Yom Kippur

30. September 2017
Yom Kippur ist einer der wichtigsten jüdischen Feiertage. Dies ist der Tag des Fastens, der Sündenvergebung und der Reue. Sein Name wird übersetzt als "Versöhnungstag" oder "Tag der Vergebung".


Nach der jüdischen Überlieferung kehrte Moses an diesen Tag vom Berg Sinai zurück, wo er für die Vergebung seines Volkes betete und die Steintafeln des Bundes brachte.

Vor Jom Kippur ist es üblich, bei Freunden um Vergebung zu bitten bei denen es dazu kam, dass man sie mit Wort oder Tat beleidigt hatte. Einer Person kann von Gott nicht vergeben werden, solang ihr von andren Menschen nicht vergeben wurde. Vor der Feier sollte man sich baden und weiße Kleidung tragen als Symbol für die Reinheit.

Die "Erschöpfung der Seele" in dieser Fastenzeit beinhaltet fünf Verbote: Verbot von Essen und Trinken, Waschen, Körperabrieb (Körper mit duftenden Ölen einzureiben), Tragen von Lederschuhen und ehelicher Intimität. An diesem Tag ist wie am Schabbat jegliche Arbeit verboten. Insgesamt dauert dieses Fasten etwa 25 Stunden (vom Abend zum Abend).

Gerade zum Jom-Kippur besucht die größte Zahl der Gläubigen Jüdische Tempel.

Beim abendlichen Gottesdienst tragen Männer einen Tallit. Es ist der einzige Tag im Jahr, indem der Tallit auf dem abendlichen Dienst getragen wird.

Am heiligsten Tag des jüdischen Kalenders finden Bußgebete statt. Die innere Bedeutung dieser Gebete ist der Zustand der Schuld, den eine Person empfindet, wenn sie ihren gegenwärtigen unvollkommenen Zustand mit dem Ideal vergleicht, der in einer wohlbekannten Phrase ausgedrückt werden kann: " Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ".

Die Gebete des Jom-Kippurs sind erfüllt von Bitten an Gott um Vergebung und Sühne für die Sünden, die von jeder Person und dem gesamten jüdischen Volk begangen werden.

Am Ende des Fastens blasen sie in den Shofar um die Stimme des Himmels zu symbolisieren.

"So gehe hin und iß dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut, denn dein Werk gefällt Gott."

Und der Versöhnungstag endet mit den Worten: "Nächstes Jahr - in Jerushalaim!" Nach dem jüdischen Mondkalender wird Yom Kippur am zehnten Tag des Monats "Tischrei" gefeiert. Im Jahr 2017 begann das Fest am 29. September abends und endete am 30. September nach dem Erscheinen des dritten Sterns. Alle, die bei der Feier von Yom Kippur in der Gemeinde anwesend waren, waren von einer ernsten und feierlichen Stimmung erfüllt, die diesem großen Feiertag entsprach.

Die Männer, angeführt vom Rabbiner, sprachen Gebete. Rabbi Yafim Aminov sprach mit Worten einen besonderen Segen für alle Mitglieder der Gemeinde. Traditionell endete das Fasten mit einem festlichen Essen. Diejenigen, die bei dieser Mahlzeit anwesend sind, erhalten auch eine besondere Segnungen für das neue Jahr!

Obwohl Yom Kippur ein schwieriges Fasten ist, gilt es als einer der wichtigsten, feierlichen und hellen Feiertage im Judentum. Er gilt als Tag der Vereinigung zwischen dem Schöpfer und dem jüdischen Volk.

"Juden am Jom Kippur in der Synagoge", Maurycy Gottlieb, 1878.
Text: Maria Drozdetskaya

Suche

judische Feiertage

Juhanan Motaev:

"Wir werden diesen Weg gemeinsam gehen"

Juri Motaev

Am 7. August 2016 fand in der Jüdisch-bucharisch-sefardischen Gemeinde Hannover eine Wahl- und Berichtersrattungssitzung statt. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Juhanan Motaev gewählt. Wir haben mit ihm über Pläne des Vorstandes für die nahe Zukunft gesprochen.

Weiterlesen