Das Fest des Lichtes

Gebete, die Anzündung von Kerzen, der Auftritt des Kinderchors und Kindertheaters, ein gemütliches Beisammensein beim Teetrinken - all das war im Programm der Begehung des Chanukkafestes. Zum Fest wurden alle unseren Gemeindemitglieder eingeladen. Wie Ihnen von uns schon mitgeteilt wurde, gingen dem Fest große und sorgfältige Vorbereitungen voraus: Es wurden viele Proben abgehalten, Räume verziert, Speisen zubereitet. Und endlich fand unsere Feier statt. Auf der nicht großen improvisierten Bühne war alles für die zukünftige Aufführung der Theatergruppe fertig, in dieser Zeit wurden in der Synagoge Kerzen angezündet und Gebete gesprochen.

Zum Fest gratulierte allen Anwesenden der Vorsitzende des Gemeinevorstandes, Michail Davydov. Er wünschte allen eine feierliche, zur Chanukka passende Stimmung, die Erfüllung aller Wünsche, den Glauben an Wunderdinge. "Unser Leben ist voll von göttlichen Wundern. Man muss es einfach sehen und bemerken können. Da sehe ich heute, wie viele Kinder und Jugendliche unter uns stehen. Es wachsen also neue Generationen, die später an unsere Stelle treten werden, und es ist auch ein Wunder!" Nachdem der offizielle Teil des Programms abgewickelt war, begann die Zeit für die Auftritte unserer Kinder. Die Kinder sangen im Chor, dann führte die Theatergruppe dem Publikum ihr Stück vor. Natürlich waren alle Kinder aufgeregt, aber nichtsdestoweniger kam die Darbietung zustande. Die Zuschauer konnten erblicken, in welcher harten und heroischen Zeit die Vorfahren der Juden gelebt hatten, wie sie ihren Glauben und ihre Menschenwürde bewahren können hatten und wie das Wunder verrichtet worden war, als G-tt den Menschen das Licht geschenkt hatte: Im Tempel hatten Kerzen mit einer kleinen Menge des Öls während der ganzen acht Tage gebrannt. Am Ende der Darbietung teilten die jungen Schauspieler allen Anwesenden Kerzen als ein Symbol der Chanukka aus. Der stellvertretende Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Juchanan Motaev, bedankte sich im Namen des Vorstandes bei allen Mitglieder, die diesen feierlichen Abend vorbereiteten. Er bemerkte, dass zukünftig das Fest im Gebäude der neuen Synagoge veranstaltet werden wird, wo zweifellos viel mehr Möglichkeiten gibt, dem Publikum etwas vorzuführen. Jedoch auch unter jetzigen Bedingungen machten sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder nach der Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ihr Möglichstes, damit das Fest gelingen kann. Dann beglückwünschte er alle zur Chanukka. Speise und Trank, die die Aktivistinnen des Frauenklubs der Gemeinde zubereitet hatten, wurden auf die Tische gestellt, und das Fest setzte sich beim Teetrinken fort. Somit feierte unsere Gemeinde eins der freudigsten und wunderbarsten Feste, nämlich das Chanukkafest. Alle Leute wünschten einander alles Schönste. Am Schluss des Abends bekamen alle Kinder kleine, aber angenehme Geschenke vom Vorstand der Gemeinde.