Purim — das Licht für alle Juden

Ein fröhlicher Höhepunkt im Festkalender des jüdischen Volkes ist das Purim-Fest. Karneval, Spaß, Lotterie, Kinderkonzert, traditionelle Köstlichkeiten — so feierte unsere Gemeinde am vergangenen Sonntag Purim.

Der Name des Feiertages entspringt dem Wort pur, was Los bedeutet. Bekanntlich feiert man Purim in Andenken an die Ereignisse eines Tages im 4. Jahrhundert v. u. Z., die auf persischem Boden geschahen.

Haman, einer der Gefolgsmänner des persischen Königs Achaschwerosch, intrigierte bei ihm gegen die jüdische Bevölkerung. Ihm gelang es, den König zum Völkermord an Juden zu überreden. Der Tag dafür wurde durch das Losen bestimmt: der 13. Adar. Doch die Frau des Königs, Esther, konnte die Gefahr abwenden. Als Achaschwerosch von dem Komplott erfuhr, ließ er Haman hängen, und an Juden ließ er verlauten, sich gegen Hamans Erlass zum Völkermord zu wehren. Das jüdische Volk erhob sich gegen seine Feinde und überlebte. Die Feier der Errettung wurde zu der Geburtsstunde des jährlichen Purim. Nach der Esther-Rolle sind der 14. und 15. Adar Feiertage, in denen Feste ausgerichtet werden und Menschen einander beschenken sollen. Auch Gaben an die Armen dürfen an diesen Tagen nicht vergessen werden.

Nach der Verlesung der Esther-Rolle erfreute eine musikalisch-theatralische Inszenierung die Gäste. Die Vorstellung wurde von den Lehrern der Sonntagsschule und den Aktivisten vom Gemeinde- und vom Frauenklub entwickelt. Hauptdarsteller des Tages waren unsere Kinder.

Und das Konzert eröffnete ein Gedicht:

Wieder Adar und seine Wundergabe:
Purim - das Licht für alle Juden -
Erwärmt uns, gleich der Sonne.

Wie die Lehrer der Sonntagsschule erzählten, wurde die Vorstellung im Unterricht vorbereitet. Die Kinder stellten das Bühnenbild her, die Rollen wurden verteilt und eingeübt. Dank der engagierten Eltern und der Unterstützung vom Gemeindevorstand bekam das Theater alles Nötige. So wurde die Veranstaltung zu einem feierlichen Ereignis, in dem die Kinder sangen, tanzten und ihr Theaterstück zum Hauptthema des Purim aufführten: die Geschichte über den Sieg von Esther.

In Karnevalskostüme schlüpften an diesem Tag einfach alle: Erwachsene und Kinder. Ein fröhlicher Clown belustigte die Kinder mit Wettspielen und Streichen, und Erwachsene nahmen an einer unterhaltsamen Verlosung teil — und einige Glückspilze bekamen viele Preise!

Am Ende des Feiertages wurden alle zum Bankett der orientalischen Küche geladen. Auf den Tischen fanden sich auch der Tradition verpflichtete "Ohren von Haman": süßes Gebäck aus den meisterhaften Händen der Frauen der Gemeinde.

Unser Fazit: Es war ein stimmungsvolles, schönes Fest — ausgerichtet dank vieler Beiträge: vom Vorstand der Gemeinde, ihren Aktivisten, ihrer Jugendorganisation, dem Frauenklub und allen, die ihre mögliche Hilfe leisten wollten, um diese echte und unvergessliche Atmosphäre des Purim zu zaubern.