Freude und Hoffnung am Jahresanfang

Das ohnehin große Fest Rosch ha-Schana ist für die hannoversche Gemeinde der bucharischen Juden in diesem Jahr noch bedeutungsvoller: Am Vorabend des Neujahrsfestes trafen sich die Mitglieder der Gemeinde und Gäste erstmals in der neuen Synagoge.

Das neue Gemeindezentrum wurde wunderbar eingerichtet: neue Möbel, vergoldete Kuppel im Gebetsraum, ebenfalls goldschimmernde Sterne - alles wurde mit Liebe zum Detail ausgesucht und gestaltet. Ununterbrochen arbeitete der Vorstand in den letzten Monaten daran

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Der Vorsitzende Michael Davidov betonte in seinem Grußwort, dass das Team eine große Arbeit geleistet und dies wieder einmal gezeigt habe, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Michael Davidov erinnerte die Versammelten an ein Gleichnis:

"Es ist leicht, einen Strohhalm zu brechen. Sind es viele Strohhalme, wird das unmöglich. Wir sind hier auch Halme, wir machen eine gemeinsame Sache. Wenn wir nicht mehr da sind, werden unsere Kinder und Enkel hier sein."

Auch der stellvertretende Vorsitzende Juchanan Motaev hielt eine Rede. "Unsere Evolution ist offensichtlich: Wir waren wie auf einem Wege und jetzt kamen wir an in dem gelobten Land, und von hier werden wir nicht mehr gehen!", sagte er.

Der Kantor Ari Molaev wünschte allen ein süßes und gutes Jahr, dass jeder "eingeschrieben werden möge" und unterstrich: "Gott wird mit uns in dieser Synagoge sein!" Und jeder hoffte an diesem Abend, für die Geimeinde und ihr jedes Mitglied, dass das neue Jahr ein erfülltes werden würde, dass es sie in der neuen Synagoge noch näher zueinander und mit sich neue Freuden bringt.