Rosh Hashana - ein Feiertag zu Ehren der Erschaffung der Welt

09.09.2018
Am Vorabend des Jüdischen Neujahrs versammelten sich die Gemeindemitglieder und Gäste der Synagoge des Jüdisch-Bucharisch-Sefardischen Zentrums in Hannover, um diesen hellen und aufregenden Feiertag zu verbringen.

Nach dem jüdischen Kalender fand am 10. September des Jahres 5779 die Erschaffung der Welt statt. Der Vorvater aller Menschen, Adam, wurde am fünften Tag nach dem Beginn der Erschaffung der Welt (am 1 Tishrei) erschaffen. Der erste Mensch ist eine perfekte Schöpfung, die den Schöpfer erkennen und loben konnte. Aber am selben Tag verletzte Adam das ihm von G-tt gegebene Verbot und wurde von Eden zur Verbannung verurteilt. Dies war der erste Rosh Hashana. Seitdem trifft der Allerhöchste jedes Jahr ein Urteil über die Menschheit und bestimmt, was im kommenden Jahr mit jedem geschehen soll.

An diesem Tag bestimmt G-tt, das Schicksal der Menschen für das nächste Jahr und schreibt seine Entscheidungen in das Buch des Lebens. Rosch Haschana ein ernsthafter Feiertag, streng und erhaben.

An diesem Tag soll man über das vergangene Jahr nachdenken und sehen was er gut gemacht hat und darüber nachdenken was man besser machen könnte. Mit Blick auf die Zukunft fordern die Juden Frieden, Harmonie und Gesundheit.

Rosh Hashana ist der Beginn der zehn Tage des "Zitterns und der Umkehr", die mit dem Beginn von Yom Kippur gipfeln.

Traditionell zündeten die Frauen der Gemeinde vor Sonnenuntergang Kerzen an und lasen den Segen vor: „Gelobt seist du, Ewiger, unser G"tt, König der Welt, der du uns geheiligt durch deine Gebote und uns befohlen, das shabathlicht anzuzünden“.

Am Ende des Abendgebets ertönte der Schofar. Auf den festlichen Tischen standen viele Früchte und Süßigkeiten. Vor allem sind Äpfel und Honig vorhanden, damit das Jahr süß und glücklich sei, und auch süßes Challah, damit das Jahr gesund und voller Wohlstand sei. Rabbi Yafim Aminov und der Gemeindevorsitzende Yuhanan Motaev beglückwünschten alle Anwesenden und wünschten ein gutes und schönes Jahr. Viele warme Worte und Wünsche wurden ausgetauscht.

Schana tova u'metuka!

Text und Fotos: Maria Drozdetskaya