Sicher, mit Mut und Verantwortung in die Zukunft

7. August 2016
Wahlen sind die Zeit, ein Fazit zu ziehen und neue Pläne zu fassen. Das Jüdisch-bucharisch-sefardische Zentrum Deutschland in Hannover zieht jetzt nach 15 Jahren seines Bestehens ein Fazit.
Die Gemeinde wurde von der Initiativgruppe gegründet, der Mikhail Davydov, Juhanan Motaev und andere Vorstandsmitglieder angehörten. Seit 2000 arbeiteten sie mit Zielstrebigkeit an dem Vorhaben.

Am 7. August 2016 fand eine Wahl- und Berichterstattungssitzung statt. Mikhail Davydov berichtete ausführlich über die Tätigkeit der Gemeinde in der vergangenen Periode und dankte dem Vorstand und allen, die an der Realisierung von laufenden Projekten beteiligt waren. Sehr rührend kam die Bemerkung über den Generationenwechsel und würdige heranwachsende Nachfolger, die sich mit Erfolg in die deutsche Gesellschaft integrieren konnten, ohne unsere Traditionen zu vergessen. Die Zukunft der Gemeinde könne man mit Zuversicht der jungen Generation anvertrauen.
Abschließend wünschte Davydov dem neuen Vorsitzenden und dem Vorstand mutige Pläne und Zuversicht. Er dankte allen für die Unterstützung und das Vertrauen, die er immer während seiner Arbeit als Vorsitzender spürte.

Sein Stellvertreter, Juhanan Motaev, lobte in seiner Rede mit warmen Worten Mikhail Davydov. Er betonte, dass Davydov im Laufe von vielen Jahren unersetzlich in seinem Amt war. Nicht nur als einer der Initiatoren der Gemeindegründung, sondern auch während ihres Aufbaus. Juhanan Motaev schlug Davydov für das Ehrenamt eines Vorsitzenden unserer Gemeinde an - der Vorschlag wurde einstimmig unterstützt.

Die Mitglieder stellten sich ausdrücklich hinter die Arbeit des Vorsitzenden im Berichtsjahr. Es wurde viel erreicht: Verschiedene sozial relevante Projekte wurden ins Leben gerufen, auf dem Grundstück der Synagoge wurde viel gearbeitet, die Mitarbeiter bekamen Fortbildungen und vieles mehr.

Anschließend fand die Wahl eines neuen Vorstandes, eines neuen Vorsitzenden und seines Stellvertreters statt. An die Organisation der diesjährigen Wahl trat der Vorstand mit neuen demokratischen Methoden heran: Bei der Briefwahl war es dieses Mal möglich, auch für sich selbst zu stimmen und das gewünschte Amt anzugeben. Die Kandidaten bekamen auch die Möglichkeit, persönlich ihre Ziele und Pläne zu präsentieren.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Juri Motaev gewählt, das Amt seines Stellvertreters übernimmt Rosa Boroukhova. Dem neuen Vorstand gehören auch folgende Mitglieder an:
Ruben Motaev, Dimitri Davidoff, Ari Malaev, Ewer Motaev, Peter Davidoff, Aaron Boruchov.

Juhanan Motaev betonte in seiner Rede, dass die Gemeinde bereits eine immense Arbeit geleistet hat, man bewege sich damit auf hohem Niveau. Über diese Erfolge informiert die Webseite www.buchrische-juden.de, wo man alle Neuigkeiten aus dem Leben der Gemeinde findet.

Heute entwickele sich das Zentrum dynamisch weiter, und wir alle würden die Verantwortung vor Gott tragen, vor kommenden Generationen, vor uns selbst, vor denjenigen, die an uns glauben.
S.Sirotkin

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