Über bucharische Juden

Die Bucharische Juden sind eine ethnische Gruppe, deren historisches Schicksal seit vielen Jahrhunderten untrennbar mit der Geschichte und Kultur der Völker Zentralasiens verbunden ist. In dieser Region lebten Juden mehr als zwei Jahrtausende, überwiegend in den Städten: Merv, Choresm, Samarkand und Buchara. Diese gehörten zum Persischen Reich. Im 16. Jahrhundert wurde auf diesem Territorium das Buchara Khanat gebildet, später - das Emirat von Buchara, Kokand und Khiva Khanate. Die größte jüdische Gemeinde befand zu dieser Zeit in Buchara, der Hauptstadt des Khanats. Der Legende nach wurde das erste jüdische Viertel in Buchara im 17. Jahrhundert gegründet. In dieser Stadt wurden Sprache, Musikkultur und Traditionen geformt, die die lokalen Juden von den Juden Afghanistans und Irans geprägt haben. Deshalb wurde dieser kleine Ethnos "Buсharische Juden" genannt.

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Die so ferne und so nahe Geschichte

Vor Kurzem fand in unserer Gemeinde ein Treffen mit Vertretern der bucharisch-jüdischen Intelligenzia aus Israel: Hannah Tolmas, Dr. der Philosophie, und Mark Fasilow, Schriftsteller, Historiker, Journalist und stellvertretender Redaktuer der Zeitung „Menora“.

An dem Abend versammelte sich in der Synagoge ein aktiv tätiges und wissbegieriges Publikum.

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Geschichte meiner Mutter

Im September dieses Jahres sind es zehn Jahre seit dem Todestag von Barucha Aminova. Über die Mutter erzählt ihre Tochter Riva Davydova:

"Meine Mutter war eine bescheidene, gute und reine Seele, sie verhielt sich allen gegenüber mit großer Liebe. All ihr Leben widmete sie ihren Kindern, Enkeln und Enkelinnen, Urenkeln und Urenkelinnen. Sie lehrte uns alle, dass wir würdige, rechtschaffene und offene Menschen sein sollen. Die Mutter ist im Jahre 1910 in der Stadt Kokand, in der Familie von Rafoel Aminov, der tief religiös war, und Sara geboren. Es gab insgesamt vier Kinder in der Familie, von denen meine Mutter das letzte Kind war. Die Familie lebte im Wohlstand. Der Vater war erfolgreicher Kaufmann, die Mutter Sara arbeitete als barmherzige Schwester.

Mit dem Antritt der Sowjetmacht und dem Wüten der Basmatschentum traten grundlegende Veränderungen in der Familie ein. Die Basmatschen (die Banditen im Mittelasien jener Zeit) verbrannten ihr Haus, raubten ihr Vermögen aus, erschossen die ältere Schwester meiner Mutter. Die Familie war genötigt, in die Stadt Samarkand zu fliehen. Die Großmutter Sara konnte den Verlust ihrer Tochter nicht überstehen und starb im Alter von nur 37 Jahren. Nach einer gewissen Zeit verreiste mein Vater mit den Kindern in die Stadt Schachrissabs, wo der Vater meines Vaters — mein Großvater Dschura — uns damals zu Hilfe kam.

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