Glanz und Größe des Mittelalters

Den Ausflug in eines der schönsten Schlösser Deutschlands, die Marienburg, verdanken Mitglieder unserer Gemeinde Inna Meschewowa, unserer Sozialarbeiterin.

Die Exkursionsgruppe aus 44 Personen, einschließlich zahlreicher Kinder, kam zum Schloss mit einem extra dafür organisierten Bus.

Das herrliche unweit von Hannover gelegene Schloss Marienburg war ein Geburtstagsgeschenk des letzten Herrschers vom Königshaus Hannover Georg V. an seine Frau Königin Marie. Bedeutende Baumeister jener Zeit wurden mit der Errichtung des Schlosses verpflichtet: Conrad Wilhelm Hase beginnt den Bau im Stil der deutschen Neogotik im Jahr 1858, später übernimmt den Ausbau sein Schüler Edwin Oppler. Heute ist das Schloss immer noch im Besitz der Welfen, des ältesten deutschen Herrschergeschlechts, und wird von Ernst August Erbprinz von Hannover geführt. Die Tore und viele Türen der Marienburg sind für Touristen geöffnet. "Wir haben zwei Führungen gebucht: die sogenannte klassische durch das Schloss und eine durch die Ausstellung "Der Weg zur Krone". In der ersten Führung hatten wir die Möglichkeit, uns die Einrichtung der Marienburg in ihrer ursprünglichen Erscheinung anzusehen. Die Atmosphäre jener Zeit schwebt in der Luft — man glaubt fast, im nächsten Moment könnte die Königin erscheinen und sich an ihren Lieblingstisch im Salon einen Kaffee servieren lassen, und im Lernzimmer würde kindliches Lachen von Prinzessinnen Friederike und Marie erklingen. Interessant sind auch das Ensemble von Silbermöbeln aus dem 18. Jahrundert, die Schlossküche, der goldbestickte Vorhang in der Bibliothek und vieles mehr", erzählt Inna Meschewowa. "Die Ausstellung "Der Weg zur Krone" ist eine Geschichte in Bildern und Gegenständen über den Lebensweg der königlichen Familie — vom Kurfüsrtentum Braunschweig-Lüneburg bis hin zum Exil in Österreich. Den wichtigsten Punkt dieses Weges markiert die Krönung des Georg V. — und so bilden das Glanzstück der Ausstellung die Königs- und die Brautkronen. Wir konnten uns auch das Erdgeschoss des Schlosses, das Besuchern bisher verwehrt war, ansehen, und einen Ausblick von dort auf die Leine genießen."

Die Besichtigung des Schlosses hinterließ einen starken Eindruck — nach Hause fuhr unsere Gruppe in bester Stimmung und großer Genugtuung von einem interessanten und lehrreichen Tag.