Besuch des Oberrabbiner Hillel Haimov in Hannover

14.10.2018
Am 11. Oktober traf der Vorstand der Gemeinde einen Ehrengast und einen Vertreter des Weltkongresses der Bukhara-Juden, den Oberrabbiner der Bucharische Juden Hillel Haimov.

Am Freitag, dem 12. Oktober, hielt er nach einem Abendgebet und Schabbat eine Lektion der Tora (Shiur für alle Mitglieder der Gemeinde). Das Ereignis fand in einer angenehmen, entspannten Atmosphäre statt. Die Teilnehmer hörten der Geschichte des Rabbiners mit großer Aufmerksamkeit zu und nach dem Vortrag standen sie für seinen Segen Schlange.

Am Samstag traf sich der Rabbi mit den jüngeren Leuten, dann hielt er Shiur für die Männer. Am Sonntag fand das Shiur für die Kinder und Frauen statt und ein Treffen mit den Mitgliederinen des Frauenclubs.

Rabbiner Hillel Haimov traf 2016 den Vertretern des Jüdischen Buchara-Zentrums in Jerusalem, auf dem Weltkongress der Bucharischen Juden im Jahr 2016, und blieb die in ständigem Kontakt mit ihnen. Dies ist sein erster Besuch in Hannover. Rav war angenehm überrascht von der Größe und der Ausstattung der Gemeinderäume und dem Vorhandensein eines großen Innenhofs, in dem sogar Platz für ein Lagerfeuer für Lag Ba Omer ist. Seinen Worten nach haben jüdische Gemeinden in Israel nicht einmal solche Möglichkeiten.

Der Gemeindevorsitzende Yury Motaev dankte dem Rabbiner für den Besuch unseres Zentrums, für die Zeit, die er uns widmen konnte.

"Wir wollen wirklich, dass unsere Kontakte enger werden. Dies ist nicht nur für unsere Gemeinde nützlich, sondern auch für alle Bucharische Juden, einschließlich der modernen Rabbiner. Wir wollen wirklich unsere Identität bewahren, denn das ist der Sinn unserer Existenz. "

Stellvertretender Vorsitzender und Sprecher der Gemeinde Michael Krebs, der an der Sitzung anwesend war, bestätigte dass er während vieler Jahre der Arbeit in der Gemeinschaft als Vertreter der Kulturgemeinschaft der jüdischen Welt (Aschkenasi) sein Zuhause fand.

Rabbiner Hillel Haimov plant, "die Schirmherrschaft" über uns zu übernehmen, um bei der Lösung der Probleme zu helfen, denen wir im geistlichen und praktischen Leben gegenüberstehen, denn er sieht im jüdisch-bucharischen Zentrum Hannover "ein großes Potenzial für die Bewahrung und Entwicklung von Traditionen". Rav glaubt, dass die Aufgabe aller Mitglieder der Gemeinde und nicht nur der Führung, darin besteht, dieses Potenzial zu erhalten und zu erhöhen. "Jeder muss daran teilnehmen."

Vorlesungen und interaktive Lektionen über Skype (damit die Zuhörer alle ihre Fragen stellen können) sind mit Rabbiner Hillel Haimov geplant. Diese Treffen sollen regelmäßig stattfinden: "so oft es die Zeit erlaubt".

Der Gemeinderat ist optimistisch über die Ergebnisse dieses Besuches und sieht darin positive Perspektiven für die weitere Entwicklung des Jüdisch-Bucharischen Zentrums in Hannover.

Fotos: Juhanan Motaev, Levi Allaev, Maria Drozdetskaya
Text: Maria Drozdetskaya