Das Lichterfest Chanukka

9. Dezember 2018
Das jüdische Lichterfest Chanukka begann dieses Jahr am Sonnenuntergang des 2. Dezembers und ging bis zum 10. Dezember. Dies ist einer der wichtigsten jüdischen Feiertage, welcher in Erinnerung an das Wunder im alten Israel gefeiert wird. Um den Tempel von Jerusalem zu weihen, musste die Menora beleuchtet werden. Es gab nur einen Krug Öl, welcher im Normalfall nur für einen Tag ausreichen würde, aber ein Wunder geschah und die Lampe brannte acht Tage lang.

Heutzutage werden Kerzen in Erinnerung an die Ereignisse angezündet und diese drücken die Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung des Allmächtigen aus: Diese Lichter zünden wir an, wegen der Wunder, Siege und allmächtigen Taten, die du für unsere Väter durch deine heiligen Priester vollbracht hast. Alle acht Chanukkatage sind diese Lichter geweiht, und es ist uns nicht erlaubt, sie zu benutzen. Wir dürfen sie nur ansehen, um deinem Namen zu danken für deine Wunder, deine Hilfe und deine allmächtigen Taten. (Ha¬nerot halalu, Сhanukka-Lied) Chanukka wird auch als "Kerzenfest" gennant.

Am 9. Dezember wurde Hanukkah im jüdisch-bukharisch-sefardischen Zentrum in Hannover gefeiert. Kantor Ari Malaev berichtete über die Bedeutung und das Wesentliche des Festes: "An Chanukka Kerzen anzünden, bringt Licht in unser Leben." Ehrenvorsitzender Mikhail Davydov und derzeitiger Vorsitzender des Zentrums Yuri Motaev begrüßten die Gäste und sprachen über die Leistungen und Perspektiven der Gemeinde.

Die Direktorin der Sonntagsschule, Iryna Daychman, eröffnete mit ihrer Vorstellung ein Konzert, das von jungen Musikern vorbereitet wurde. Der Kinderchor der Gemeinde unter der Leitung der Lehrerin Anna Glynska sang Chanukka-Lieder. Das Theaterstudio unter der Leitung von Natalia Ivanova bereitete ein Theaterstück vor, das über die in Chanukka beobachteten Traditionen erzählte.

Nach der Vorstellung zündeten die Kinder die kleine Chanukkia an. Yuri Motaev und Ari Malaev halfen ihnen dabei. Ein unterhaltsames Programm erwartete die Kinder in der Halle des ersten Stocks. Die Kinder lernten mit Interesse die religiösen Traditionen unseres Volkes. In vielen Familien ist auch die Menora beleuchtet und die Eltern erinnern sich an Ereignisse aus der Geschichte des jüdischen Volkes.

Nach der Übergabe der Geschenke gingen alle auf den Hof. Vorstandsmitglieder und Ehrengäste beteiligten sich an der Entzündung der großen Chanukkia. Von allen Anwesenden wurde ein Foto aufgenommen.

Am Ende der Zeremonie wurden die Gäste zum festlichen Tisch mit traditionellen Leckereien eingeladen. Und natürlich Sufganyot - Donuts welche mit einer großen Menge an Öl zubereitet wurden, die zur Erinnerung an das langhaltige Öl dienen.

In den Bräuchen und Ritualen des Volkes Israel, die wir von Jahr zu Jahr wiederholen, liegt eine tiefe innere Bedeutung. Die Beleuchtung von Chanukka-Kerzen verkörpert den inneren spirituellen Prozess der Entwicklung und der Verbindung mit einer höheren Macht. Um mit ihr in Kontakt zu treten, genügt es, selber bereit zu sein zu geben zu genau wie eben diese höhere Macht. Wird eine Chanukka-Kerze entzündet dann wird diese die Dunkelheit in unsrem Herzen in Licht aufflammen lassen. Dies ist das Wunder von Chanukka.

Text und Fotos: Maria Drozdetskaya