Pessach – Frühlingsfest der Freiheit

20.04.2019
Am 20. April fand in unserer Synagoge das Pessahfest statt. Dieses Fest ist dem wichtigsten Ereignis der biblischen Geschichte gewidmet - dem Auszug der Juden aus Ägypten im Jahr 2448 des jüdischen Kalenders. Dieses Ereignis gilt als Geburtstag des jüdischen Volkes und als ein Ausgangspunkt seiner Geschichte.

Die Erinnerung an den Exodus und die darauffolgenden Ereignisse, wie das Erlangung des Gelobten Landes, dass zum Aufbau eines eigenen unabhängigen Staates führte, ist der wichtigste für die Vereinigung des jüdischen Volkes und die Bildung des Judentums. Pessach ist der Feiertag des Frühlings und der Wiederbelebung der Natur, die Erneuerung der Welt und die Befreiung des Menschen, ein Fest der Freiheit und Würde.

Das traditionelle Gericht an diesem Tag ist Matze. Dies ist nicht nur ein festliches Ritualessen, sondern eine Erinnerung an das harte Leben des jüdischen Volkes, das während des Exodus grausame Einschränkungen erleiden muss. "In jeder Generation sollte sich jeder Jude persönlich von Ägypten befreit fühlen ... Matze ist das Brot unserer Armut, das unsere Vorfahren im Land Ägypten gegessen haben."

Der Seder in unserer Gemeinde war sehr lebhaft, interessant, in einer gemütlichen familiären Atmosphäre und hielt an bis zum späten Abend. Es gab eine traditionelle Leckerei auf den Tischen, die obligatorisch war: Matze, Maror (bittere Kräuter) und Haroset (eine süße Mischung aus Früchten und Nüssen).

Alle bei der Feier Anwesenden erfüllten die vier Hauptgebote des Festes: sie lasen die Pessach-Haggada, aßen die richtige Menge Matze und tranken vier Gläser Wein oder Traubensaft. Viele gute, freundliche Worte und Glückwünsche wurden verbreitet. Die Mitglieder des Vorstandes der Gemeinde wünschten allen Gästen Gesundheit, Geschäftserfolg und einen schönen Fest.

Illustration: James Tissot, Passover Door, https://commons.wikimedia.org/
Text und Fotos: Maria Drozdetskaya